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Türkisch

Allgemeines:

  • wird auch Türkeitürkisch genannt

  • agglutinierende Sprache, d.h. es werden Endungen ‚angeklebt‘, die verschiedene grammatikalische Phänomene beinhalten z. B.:

    • göz („Auge“)
    • gözler („Augen“)
    • gözlerim („meine Augen“)
    • gözlerimin („meiner Augen“, Genitiv)
    • gözleriminse („falls es meinen Augen gehört“)
  • gehört zum oghusischen Zweig der Turksprachen

  • ca 3 Millionen türkischstämmige Bürger leben in Deutschland

  • engste verwandte Sprache: Aserbaidschanisch

Wird in folgenden Ländern gesprochen:

Türkei, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Griechenland, Mazedonien, Rumänien, Kosovo, außerdem unter türkischen Migranten in Mittel- und Westeuropa, Nordamerika und Australien, Zypern

Amtssprache von:

Türkei, Türkische Republik Nordzypern, Zypern, Mazedonien, Rumänien, Kosovo

Sprecher:

  • ca 65 Millionen Muttersprachler
  • ca 20 Millionen Zweitsprachler

Dialekte:

  • in Istanbul wird die Standardform der Sprache gesprochen
  • im Westen: romanische Mundart
  • im Osten: ostanatolische Mundart, welche sich dem aserbaidschanisch-türkischen annähert

Besonderheiten der Sprache:

  • Es gibt keine bestimmten Artikel.
  • Viele Wörter wurden aus anderen Sprachen übernommen. Aus dem Französischen wurden ca 5000 Wörter entlehnt, wie z.B. lüks (Luxus) kuzen (Cousin). Aus dem Arabischen sogar 6500.
  • Dafür, dass so viele türkischstämmige Menschen in Deutschland leben, gibt es nur ca 100 deutsche Wörter, die sich ins Türkische eingeschlichen haben: "Şalter" ("Schalter"), "şinitsel" ("Schnitzel"), "aysberg" ("Eisberg") und "haymatlos" ("heimatlos") zählen dazu.
  • Es gibt kein Geschlecht bei den Nomen.